"Arsen und Spitzenhäupchen" 1987


eine Kriminalkomödie von Joseph Kesselring zum 20-Jahr-Jubiläum, Regie Rupert Dubsky

Stück:
Sucht man in der einschlägigen Lexika nach Joseph Kesselring, wird man meist nicht fündig. Wenn, dann steht da höchstens: "Joseph Kesselring, geboren am 21. Juni 1902 in New York, dort gestorben am 5. November 1967, Autor von Arsen und Spitzenhäubchen." Dieses Stück entstand 1941, wurde 1943 verfilmt (unter anderem mit Darstellern wie Cary Grant und Peter Lorre) und hat als einziges seinen Autor überlebt. Joseph Kesselring war längere Zeit als Musiklehrer an einem College in Kansas tätig und beschäftigte sich stark mit Amateurtheater und - Vaudevilles, sei es als Autor, Sänger oder Musiker.
Seine makabre Komödie um die Browster-Schwestern wird, da sie während des zweiten Weltkrieges entstand, von vielen als Symbol der politischen Zustände jener Zeit gedeutet. Grässliches geht in der Welt vor, doch das Volk will es nicht wahr haben, verdrängt es. Ebenso ist es im BrewsterHaus. Was dort passiert, lässt einem die Haare zu Berge stehen, doch die Polizisten, die dort ein- und ausgehen, merken, trotz eindeutiger Anzeichen von Ungereimtem, nichts. Alle Freunde und Bekannten sehen nur die beiden liebenswerten, fürsorglichen, hilfsbereiten Schwestern Martha und Abby.

Regie:
Weil er das Stück so mochte und es vor vielen Jahren in Prag schon mal inszeniert hat, stiess Rupert Dubsky zu unserer Gruppe. Diese Saison zeichnete er unter anderem für die Regie von "Di chli Häx" des Zürcher Märchentheaters und Gogol's "Die Heirat" des Theaters für den Kanton Zürich verantwortlich.
Als Berufsregisseur verstand er es - uns Amateuren - seine Ideen und Vorstellungen zur Inszenierung glänzend zu vermitteln und zu zeigen. In seiner Freizeit steigt er schon mal ins Laufgitter (seine Frau kanns mittels Foto beweisen) zu seinem Sohn Viktor (1) ob er's wohl so eng mag? - um mit ihm zu spielen. Als Bewohner der Schweiz begann er natürlich - Fehler machend wie alle Anfänger - eines Tages auch mit dem Skifahren. Unter Pein und Schmerz - nach dem Motto "das gibt sich schon" - garniert mit Stürzen nach jeder Kurve, brachte er eine seiner frühen Abfahrten hinter sich, erst an der Talstation merkend, dass seine Skischuhe verkehrt (Schnallen nach innen) an den Füssen steckten. Aber das ist ja nun schon Jahre her.