"Sanfranzisko! oder e chliini Revolution" 2018

 
von Paul Steinmann
nach einer Idee von Gerhard Lengen
Regie von Peter Zimmermann
 
Die Theatergruppe r67 (r für Realklasse, aus der die Gründer stammen, 67 für das Gründungsjahr) hält an der Tradition einer abwechslungsreichen Stückwahl fest und lässt für die Jubiläumsproduktion sogar ein neues Stück schreiben. Es kommt also zu einer Uraufführung! Nach dem Wagnis „August: Osage County“, welches sich absolut gelohnt hat, dem reinen Frauenstück „8 Frauen“, den erfolgreichen Produktionen „En Summernachtstraum“ und „Einer flog über das Kuckucksnest“ oder den davor gezeigten Komödien „Trommeln über Mittag“, „Das Vergnügen verrückt zu sein“ oder „Gerüchte... Gerüchte...“ geht es zurück in die Zeit der Gründung der Theatergruppe r67. Der Titel des Stückes lautet: „Sanfranzisko! oder e chliini Revolution“.
 
Das Stück
Herbst 1967, der Theaterverein des Ortes ist von der Kirchgemeinde angefragt worden, zum jährlichen Kirchenbazar wieder ein Theaterstückli beizusteuern. Präsident Edi Nussbaum hat zusammen mit dem Vorstand entschieden, die Anfrage positiv zu beantworten, da man schliesslich seit Jahren im Pfarreisaal spielen und proben könne. Um den Aufwand in Grenzen zu halten, will man das gleiche Erfolgsstück wie vor drei Jahren spielen, den Schwank „De Schaggi Buume suecht e Stell“, der damals am Bazar 1964 so gut angekommen ist. Als Nussbaum an der Generalversammlung seine Absicht bekannt gibt, löst dieses Vorhaben wider Erwarten Proteste aus. Einige Mitglieder des Vereins sind mit der Aufführung aus verschiedenen Gründen nicht einverstanden. Erstens möchten sie selber auch spielen, doch das Stück scheint schon besetzt zu sein. Zweitens haben sie etwas gegen das selbstherrliche Vorgehen des Vereinspräsidenten, der ja auch noch eine der Hauptrollen geben wird, und drittens ziehen sie den künstlerischen Wert des Stückleins in Zweifel. Das Angebot, dass alle, die beim Bazar-Auftritt mitmachen möchten, den Schwank mit schweizerischem Liedgut umrahmen könnten, glättet dann die Wogen etwas. Das „Chörli“ trifft sich zum Proben und kocht dann aber heimlich sein eigenes Süppchen.
 
Der Autor
Paul Steinmann ist 1956 in Villmergen/AG geboren. Zu ersten Kontakten mit dem Theater kam er - dank theaterbegeisterter Eltern – schon während der Kindheit und der Jugendzeit. Die Bühne des Gymnasiums, das er in Immensee besuchte, wurde für ihn dann schnell ein Ort, der ihm die Welt bedeutete. Er lebt heute mit seiner Familie im Tösstal. Nach Projekten als Schauspieler arbeitet der ausgebildete Theologe jetzt hauptsächlich als Theater-Autor und Regisseur. Er schreibt und inszeniert für Amateurbühnen, Kinder- und Jugendtheater, für Stadttheater, Kabarett oder freie Theatertruppen. Er leitet auch Schreibwerkstätten, war Co-Drehbuchautor beim Film „Cannabis“ und schrieb das Buch für das Musical „Die Schweizermacher“ (2010 in Zürich). Seit acht Jahren ist er mit seinen «Morgengeschichten» regelmässig Gast beim Schweizer Radio DRS 1.
 
Der Regisseur
Peter Zimmermann ist in Berlin geboren und in Dübendorf aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner folgten Sprachaufenthalte in Rom und Perugia. Danach arbeitete er als Hochbauzeichner, Anstreicher, Schreiner, Garagist und als Komparse im Schauspielhaus Zürich. Nach dem Studium am Konservatorium für Musik und Theater in Bern folgten erste Stückverträge am Basler und Berner Stadttheater sowie eigene Theaterprojekte. Engagements als Schauspieler führten ihn zum Deutschen Theater in Göttingen und zum Tiroler Landestheater in Innsbruck. Neben Gastengagements in Innsbruck, Meran, Zürich, beim Berner Ensemble und weiteren Bühnen im deutschsprachigen Raum war Zimmermann auch in Operetten- und Musicalproduktionen aktiv (Theater St. Gallen, Thuner Seespiele). Nach Regiearbeiten beim Theater Einhorn Dübendorf und den Düdinger Seespielen arbeitet er nun zum ersten Mal mit der Theatergruppe r67.
 
Personen und ihre Darsteller
Edi Nussbaum, Vereins-Präsident: Thom Küng
Lotti Nussbaum-Binz, seine Frau: Isabel Sekinger-Letter
Andrea Nussbaum, deren Tochter: Marisa Büchel
Herbert Looser, altgedientes Mitglied: Gerhard Lengen
Erika Strobel, Aktiv-Mitglied: Patrizia Marini
Christine Rüegg, Aktiv-Mitglied: Sonja Küng
Ursula Mächler, Kassierin: Romanie Marty
Beatrice Rosenhof-Boll, zuständig für Kostüme: Michelle Bauert
Judith Tobler, zuständig für Requisiten: Daniela Weisz
Otto Christen, Aktuar: Christian Schmid
Alfred Boller, stilles Mitglied: Ruedi Keller   
Cédric Amrein, Tanzlehrer der alten Schule: Wolfgang Ruf
Bruno Faganini, Abwart Kirchgemeindehaus: Johnny Brack
Cornel Zurfluh, Pfarrer: Ralph Wyer
Dora Wacker, Redaktorin der Quartierzeitung: Gisela Knodel
Regula Umbricht, OK des Pfarrei-Bazars: Kathrin Sauter Heers

Aufführungsrechte: Paul Steinmann, Rikon im Tösstal
Regieassistenz: Elisabeth Stäger
Textassistenz: Anneli Lengen-Pellegrini
Textassistenz Ablösung: Silvia Ercolani
Bühnenbild: Peter Zimmermann, Patrizia Marini, Thom Küng
Choreographie: Franziska Flückiger, Bern
Gesangstrainer: Georges Pulfer, Zürich
Technik: Thomy Hauzenberger, Daniela Hauzenberger
Kostüme: Anna Schneider, Kreativ-Atelier, Feuerthalen
Maske: Priska Lengen, Sandra Lengen
Requisiten: Bea Hussey
Administration: Andrea Büto-Koller
Produktionsleitung / Finanzen: Gerhard Lengen
Vorverkauf/Abendkasse: Thom Küng, Florian Widler, Beat Lengen, Walter Zurfluh
Marketing: Bruno Rütti
Homepage: Sandra Lengen, Gregor Imboden
Fotos: Zeno Cavigelli
Programmhefttexte: Gerhard Lengen
Theaterbeiz/Saal: Elvira Lengen-Stössel, Maria Röthlisberger
 
Vielen Dank auch allen nicht speziell erwähnten Helfern, Freunden und Gönnern!

Diese Inszenierung wurde ermöglicht durch:

Kanton Zürich, Fachstelle Kultur
Römisch-katholische Kirchgemeinde St. Theresia, Zürich
Familienheim-Genossenschaft Zürich
Wolf (Schweiz) AG
Migros Kulturprozent