"Volpone" 1982


von Stefan Zweig, Regie Werner Wesbonk

Autor / Stück:
Gehen wir aber etwas zurück und verfolgen den Werdegang "unseres" Volpone. Ben Jonson (1573 – 1637), ein Engländer, schrieb 1605 Volpone. Er war ein Zeitgenosse von Shakespeare und zu Lebzeiten, man staune, erfolgreicher als dieser. Stefan Zweig (28.11.1881 - 23.2.1942), Oesterreicher, schrieb 1926 eine neue Version, basierend auf Ben Jonsons Original. Er notierte dazu: ”Wenn das Publikum sich bei dieser altneuen Komödie nur halb so gut amüsiert wie ich in den zehn Tagen des Umgestaltens, so will ich sehr zufrieden sein. ” Im Mai 1981 beginnt Hansruedi Scherrer mit der Mundartfassung, die er im Januar 1982 abliefert. Von da an jagen sich Konzept-, Bühnenbild-, Kostümbesprechungen, Proben usw. usw. Die Zeit bis zum September wird streng, aber interessant. Erstmals beschäftigen wir uns mit eigenen Kostümen, wir können weg vom üblichen Wohnzimmerbühnenbild und ebenfalls neu, wir arbeiten mit Musik und Gesang.

Volpone, ein reicher Levantiner hat herausgefunden wie er, ohne Arbeit, noch reicher wird. Er stellt sich todkrank und lässt seinen Diener Mosca diese Nachricht emsig verbreiten. Die Erbschleicher lassen nicht lange auf sich warten! Jeder versucht, sich mit teuren Geschenken und Geld einen Platz im Testament zu sichern. Wer als Sieger aus den ganzen Intrigen hervorgeht sehen Sie am besten selbst, denn: ”Die Moral von der Geschicht, die verrat ich nicht”.

Regie:
Werner Wesbonk, freier Schauspieler und Autor, hat schon bei der letzten Inszenierung mitgewirkt und führte nun bei Volpone Regie. Dass er mit seiner beruflichen Erfahrung der Gruppe viel gebracht hat, konnte man sehen, dass er aber ein prima Kumpel ist, möchten wir hier doch auch noch erwähnen. Zu der Zeit arbeitete er an seinem zweiten Theaterstück. Wir hoffen, der Schmerz, dass seine geliebten Holländer nicht an der Fusaball-WM teilnehmen konnten, sei ihm dabei nicht allzu hinderlich gewesen.