"Die Falle"

Ein Kriminalstück von Robert Thomas
Regie: Jörg Emmenegger

Das Stück handelt von einem Mann, der ferienhalber in den Bergen Frankreichs, in Chamonix, weilt. Er meldet, total verzweifelt, seine Frau als vermisst. Ein Kommissar versucht den Fall zu lösen, doch die Frau taucht völlig überraschend wieder auf. Dem glücklichen Ende scheint nichts mehr im Wege zu stehen, doch der Mann erkennt seine ihm erst vor kurzem Angetraute nicht mehr und behauptet, es handle sich um eine ihm unbekannte Fremde. Was für ein übles Spiel spielt hier wohl wer mit wem?

Der Autor Robert Thomas wurde 1930 in Gap in der Provence geboren. Schon als Knabe soll er von einer Karriere als Schauspieler oder lieber noch als Theaterautor geträumt haben. Mit siebzehn reisst er heimlich von zu Hause aus und geht nach Paris, ohne Geld und ohne dort jemanden zu ken-nen. Er kommt bei der Post unter und finanziert sich so seinen Schauspielunterricht. Nach drei äusserst unangenehmen Jahren voller Entbehrungen erhält er seine erste Rolle im Lustspiel „Il faut marier Maman“. Das Leben wird etwas angenehmer. Er spielt in weiteren Stücken, tritt in Revuen auf und geht auf Operettentourneen. Während seines Militärdienstes kann er nicht spielen. Seine alte Sehnsucht lebt auf, er beginnt zu schreiben. Sein siebtes Stück „Huit femmes“ wird in Nizza ein Erfolg. Er erhält den Dramatikpreis des Concours Dramatique d’Enghien. Weitere Stücke werden Erfolge. Nur Paris konnte er bis da noch nicht erobern. 1960 kommt endlich die Chance. Er versucht sein neues Stück „Piège pour un homme seul“ (Die Falle) im Théâtre Bouffes Parisiens unterzubringen, wird jedoch nicht vorgelassen. Enttäuscht lässt er das Manuskript im Vorzimmer liegen. Das herrenlose Buch wird von Jacques Charon von der Comédie Français gefunden, gelesen und aufgeführt. Dem Erfolg steht nichts mehr im Wege. In 15 Länder werden die Rechte für das Stück verkauft und es wird von Alfred Hitchcock mit Gary Grant und Kim Novak in den Hauptrollen verfilmt.

Die Regie
Dieses Jahr steht uns für die Regie erstmals Jörg Emmenegger zur Seite, ein arrivierter und routinierter Amateur, der sich mit überzeugenden Inszenierungen einen ausgezeichneten Namen geschaffen hat. Jörg Emmenegger, der hauptberuflich im Versicherungswesen tätig ist, dürfte vielen auch bekannt sein von seiner Arbeit als Präsident des Zentralverbandes Schweizer Volkstheater (ZSV). Seit seinem Rücktritt vor gut einem Jahr hatte er wieder etwas Kapazität frei und nutzt nun diese, um mit viel Engagement und Freude Regie zu führen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch Phantasie, sauber gearbeitete Stimmungen und schöne Bilder aus. Dass Jörg ein exzellenter Darsteller ist, wissen all jene, die ihn als Hugo Ball in unserer „Flametti“- Inszenierung von 1997 gesehen haben. Da er beide Seiten kennt, fällt es ihm leicht, die Schauspieler zu motivieren, zu führen und sich in ihre Probleme hineinzufühlen.

Personen und ihre Darsteller
Daniel Corban, ein reizender junger Mann, aber seit seine Frau ihn verlassen hat, leidet er unter nervösen Depressionen: Marcel Sieber
Elisabeth Corban, eine schöne, intelligente Frau: Isabel Letter
Der Kommissar, ein verständnisvoller, väterlicher Fahnder: Gerhard Lengen
Abbé Maximin, ein hilfsbereiter Pfarrer: Aldo Giovannoni
Seehecht, eine alte, sympathische Herumtreiberin: Trix Schwartz
Michelle Berton, eine robuste Krankenschwester: Teresa Haueter

Aufführungsrechte: Ahn & Simrock, Bühnen- und Musikverlag GmbH München

Regie: Jörg Emmenegger
Regieassistenz: Claudia Lehmann
Dialektbearbeitung: Barbara Albisser, Daniela Lütenegger
Bearbeitung für die Saison 2000: Jörg Emmenegger

Weiter wirken mit:
Bühnenbild: Ugo Galli
Technik: Hans Reber, Thomi Hauzenberger
Kostüme: Esther Huss Kostümatelier Zürich
Maske: Yvonne Baron, Priska Lengen
Requisiten: Maria Rütti-Bühler
Administration: Andrea Büto-Koller
Finanzen: Elvira Lengen-Stössel
Werbung: Bruno Rütti, Markus Zeier
Plakatbild: Beat Lengen
Programmhefttexte: Gerhard Lengen
Theaterbeiz / Saal: Gabi Stössel, Elvira Lengen-Stössel, Maria Rütti-Bühler

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