"Jeppe vom Berge"
von Ludwig Holberg, eine Komödie in 5 Akten in einer Mundartbearbeitung von Hansruedi Scherrer
Das Stück
Jeppe vom Berge basiert auf einer alten Geschichte von Bidermann. wurde von Holberg zu einer Komödie verarbeitet und 1722 uraufgeführt. Jeppe, ein Bauer, der vor den Schlägen seiner Frau und der Trostlosigkeit seines Daseins in den Suff flüchtet, wird eines Tages vom Baron, der sich mit seinen Höflingen auf einem Spaziergang befindet, betrunken und schlafend auf einem Miststock gefunden. Der Baron beschliesst, sich mit Jeppe einen Scherz zu erlauben und ist sofort einverstanden, als sein Leibdiener ihm vorschlägt, den Betrunkenen ins Schloss zu nehmen, ihm ein edles Nachthemd anzuziehen, ihn in des Barons schönstes Bett zu legen, um ihm nach seinem Erwachen vorzugaukeln, er sei der Schlossherr. Zum Baron geadelt, nicht unvermögend, aber in den letzten Lebensjahren erfolglos (seine Stücke entsprachen nicht mehr dem Zeitgeschmack) und vereinsamt, starb Holberg im Jahr 1754.
Der Autor
Ludwig Holberg, der 1684 in der norwegischen Handelsstadt Bergen als Sohn eines hohen Offiziers geboren wurde – mit abgeschlossenem Theologiestudium und grosser Reiselust – begann erst spät, nach Antritt einer Professur in Kopenhagen, mit dem Schreiben. Zuerst waren es Satiren, die er noch unter dem Pseudonym Hans Mikkelsen, Braumeister zu Kalundborg, veröffentlichte. Als dann Kopenhagen 1722 ein eigenes Theater erhielt, wurde der Ruf nach eigenen, dänischen Stücken laut, worauf man sich an den für sein literarisches Talent bekannten Professor Holberg wandte. Er reagierte mit grossem Eifer und brachte in eineinhalb Jahren fünfzehn abendfüllende Komödien zustande. Er orientierte sich, bei seinen insgesamt siebenundzwanzig Komödien, stark an Molières Stücken, setzte sich kritisch mit ihnen auseinander und entwickelte diese Theaterform für Dänemark weiter.
Jeppe vom Berge, grundhöriger Kleinbauer: Gerhard Lengen
Nille, seine Frau: Maria Rütti
Jakob Schuhmacher, Gastwirt: Hansruedi Lengen
Baron Nilus, Gutsherr: Toni Lengen
Lakai Erich: Jürg Lindegger
Kammerdiener: Hanesch Auer
Frau des Verwalters: Ursula Späni
Magnus, Wirtshausbesucher: Ugo Galli
Advokaten/Aerzte: Daniela Tettamanti, André Lengen
Lakaien: Bruno Rütti, Markus Zeier
Regie: Dagmar Loubier
Regieassistenz: Hansruedi Scherrer
Souffleuse: Anneli Pellegrini
Bühnenbild: Bruno Steiner, Ugo Galli
Technik: Felix Bösch
Kostüme: Gaby Bailer, Dagmar Loubier, Maria Rütti
Requisiten: Bea Stössel
Administration: Erich H. RimmI
Sekretariat: Isabelle Bösch, Käthy Rothenfluh
Finanzen: Elvira Lengen
Werbung + Programmgestaltung: Bruno Rütti
Programmhefttexte: Gerhard Lengen
Jeppe-Zeichnung: Regula Späni
Saalperonal: Max Bailer, Ursi Bär, Christine Burgener, Irma Kuhn, Gaby Stössel
