"Von Schriftstellern, Gouvernanten und Verführern" oder der gute Doktor

von Neil Simon nach Erzählungen von Anton Tschechow in einer Mundartbearbeitung von Hansruedi Scherrer

Der Autor
Neil Simon, der am 4. Juli 1927 geboren ist, hat schon in seiner Schulzeit zusammen mit Bruder Danny, Texte für Shows geschrieben, was bei den Mitschülern sehr gut ankam, etwas weniger gut bei seinen Eltern. Sie stellten die beiden Brüder vor die Wahl: „Entweder ihr werdet anständige Menschen, lasst die Schreiberei sein und macht eure Schule zu Ende, oder ihr seht zu, wie ihr alleine fertig werdet!“ Sie wurden allein fertig! Neil Simon schrieb zwischen 1956 und 1960 für’s Fernsehen, und ab 1961 folgten seine Stücke, unter anderem „Barfuss im Park“ (1963), „Ein seltsames Paar“ (1965) und „Sweet Charity“, Musical (1966). Auch Filmdrehbücher entstammen seiner Feder. Seine Komödien sind nicht ohne Tiefgang und er versteht es, darin die menschlichen Schwächen aufs Korn zu nehmen. Neil Simon lebt heute in New York.

Anton Pawlowitsch Tschechow ist am 29. Januar 1860 in Tagansog als Sohn eines kleinen Kaufmanns in ärmlichen Verhältnissen zur Welt gekommen. Von 1880 – 1884 studierte er Medizin in Moskau. Um das Studium und den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu finanzieren. verfasste er humoristische Erzählungen für verschiedene Wochenblätter. Tschechow hatte sein Leben lang zwei Seelen in seiner Brust, einerseits arbeitete er als Arzt, oftmals ohne Bezahlung (Der gute Doktor), andererseits schrieb er weiterhin Kurzgeschichten, Novellen und Theaterstücke („Der Bär“, „Ein Heiratsantrag“ „Die Möve“, „‚Onkel Wania“ „Der Kirschgarten“ um nur einige zu nennen.) Er unternahm auch einige Studienreisen, so nach Sibirien (Sachalin der schrecklichste Verbannungsort Kusslands), Indien und Ceylon, später folgten Oesterreich, Italien und Frankreich. Tschechow erkrankte schon früh an Tuberkulose. was ihn später zwang, seinen Wohnsitz nach Jalta zu verlegen. 1901 heiratet er die Schauspielerin Olga Knipper. Diverse Kuraufenthalte brachten nur vorübergehend eine Linderung seines Leidens. Am 15. Juli 1904 starb Anton Tschechow im Kurort Badenweiler (Schwarzwald) an seiner Lungenkrankheit. Zur letzten Ruhe wurde er nach Moskau über führt.

Das Stück
Unsere Zuschauer werden dieses Jahr zu Besuch sein in der Arbeitsstube eines Schriftstellers (stellvertretend für Tschechow) der ihnen von seiner Arbeit erzählt und von seinen Geschichten. Die Fantasien und Gedanken des Erzählers werden bildhaft und laufen als kleine Szenen vor den Besuchern ab. Da wird es um einen strebsamen Beamten, einen von Zahnschmerzen gepeinigten Popen, einen makabre Unterhaltung anbietenden Seemann und einiges mehr gehen.

Szenen, Figuren und Darsteller
Der Schriftsteller/Erzähler: Toni Lengen

Das Niesen:
Tscherdiakow: Gerhard Lengen
General Brasilhow: André Lengen
Frau Tscherdjakow: Ursi Bär
Madame Brassilhow: Maria Bühler

Die Gouvernante:
Hausherrin: Regula Späni
Julia: Daniela Bitterlin

Die Chirurgie:
Pope: Hansruedi Lengen
Kurjatin: Gerhard Lengen

Die Verführung:
Peter Semionitsch: Ugo Galli
Ehemann: Max Bailer
Ehefrau: Daniela Bitterlin

Der Ertrunkene:
Spaziergänger: Toni Lengen
Seemann: Richard Kurmann
Polizist: Felix Bösch

Das Arrangement:
Vater: Gerhard Lengen
Junge: Jürg Lindegger
Freudenmädchen: Ursi Bär

Regie: Dagmar Loubier
Regieberatung: Elmar Schulte
Regieassistenz: Ursi Bär, Daniela Bitterlin, Hansrueci Scherrer
Souffleuse: Anneli Pellegrini
Bühnenbild: Bruno Steiner
Kostüme: Dagmar Loubier, Maria Bühler, Gaby Bailer
Requisiten: Bea Stössel
Administration: Erich Rimml
Sekretariat: Käthy Rothenfluh
Stückwahllesezirkel: Marcel Hollenstein
Finanzen: Elvira Lengen
Werbung + Programmgestaltung: Felix Bösch, Bruno Rütti, Leo Schmider
Programmhefttexte: Gerhard Lengen
Saalpersonal: Christine Burgener, Gabi Stössel

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