"Zur Rose und Krone"
Ein Stück von John B. Priestley
Regie & Mundartbearbeitung: Gerhard Lengen
Das Stück spielt im London der 50er-Jahre. Alles ist noch ein bisschen knapp: das Geld natürlich, alltägliche Kleinigkeiten, aber auch alkoholische Getränke. Man trifft sich im Wirtshaus „Zur Rose und Krone“, hadert mit dem Schicksal, klagt über die Mühsal des Lebens, Krankheiten, Ärger im Geschäft und was es sonst noch so gibt. Einige waren lieber tot als ein solch tristes Leben zu führen Dann erscheint eine Fremde und macht einen seltsamen und äusserst beunruhigenden Vorschlag. Die Diskussion wird von neuem und heftig entfacht.
Der Autor John B. Priestley wurde als Sohn eines Lehrers am 13. September 1894 in Bradford geboren. Er besuchte die «Belle Vue High School». Mit einem Stipendium, das er als ehemaliger Leutnant der britischen Armee von der Regierung erhielt. studierte er ab 1919 in Cambridge Literaturwissenschaft Geschichte und Politik. Anschiessend arbeitete er in London als treier Schriftsteller. Schon bald hatte er sich als Kritiker und Essayist einen Namen gemacht. Das Schauspiel «Gefährliche Kurven» verhalf ihm 1932 auch auf der Bühne zum Durchbruch. Trotz vereinzelten Misserfolgen widmete sich Priestley bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges dem Theater. Er gründete und leitete ein eigenes Unternehmen, inszenierte auch selbst und trat sogar – in einer komischen Rolle – als Schauspieler auf. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Priestley zur «inoffiziellen Stimme des englischen Volkes». Mit seiner Glosse, die um Mitternacht von BBC ausgestrahlt wurde kommentierte er eigenwillig und pointiert das Zeitgeschehen. In der britischen Theaterlandschaft war Priestley ein Garant für anspruchsvolle Unterhaltung. Zugeständnisse an die Zuschauergunst lehnte er allerdings ab. Eines seiner bekanntesten Stücke dürfte wohl das 1946 uraufgeführte Kriminalstück «Ein Inspektor kommt» sein. Mit Witz, warmherzigem Humor und querköpfigem Charme setzte er sich zeitlebens für eine menschenwürdige Zukunft ein. in der Individualität und Freiheit erhalten bleiben. Er starb am 14. August 1984 im Alter von 89 Jahren in London
Regie führte unser langjähriger Leiter Gerhard Lengen. Er stand in sämtlichen unserer Produktionen auf der Bühne mit Ausnahme einer Kleinproduktion in der er die Co-Regie übernahm. Er hat mit all den Berufsregisseuren. die bei uns waren. gearbeitet und die unterschiedlichsten Arbeitsmethoden kennen gelernt. Auch ist er seit längerer Zeit für die «Theater-Zytig» unterwegs, besucht Amateurtheatervorstellungen und schreibt darüber. Eine reiche Erfahrung, die er nun in seiner ersten Regiearbeit umsetzte. Er kennt die Sorgen und Nöte der Spielerinnen und Spieler bestens und versteht es. darauf einzugehen. In Teamarbeit mit dem ganzen Ensemble wurde darauf hingearbeitet die Darstellerinnen und Darsteller sowie die Aussage des Stücks bei minimaler Dekoration in den Mittelpunkt des Theaterabends zu stellen.
Personen und ihre Darsteller
Fred der Wirt: Gerhard Lengen
Mister Stone: Walter Zurfluh
Mrs. Reed: Theresa Haueter
Percy Randle: Roland Hänggi
Ivy Randle: Isabel Letter
Mutter Peck: Trix Schwartz
Harry Tully: Aldo Giovannoni
Die Fremde: Ruth Salzmann
Regie: Gerhard Lengen
Regieassistenz: Regula Suter-Droz
Souffleuse: Anneli Lengen-Pellegrini
Dialektbearbeitung: Gerhard Lengen
Bühnenbild: Ugo Galli
Technik: Bruno Aerne, Thomas Hauzenberger
Kostüme: Esther Huss Kostümatelier Zürich
Maske: Priska Lengen, Isabel Letter
Requisite: Maria Rütti-Bühler
Administration: Andrea Büto-Koller
Finanzen: Elvira Lengen-Stössel
Werbung: Bruno Rütti
Plakatbild: Franco Giacomel
Programmhefttexte: Gerhard Lengen
Theaterbeiz: Elvira Lengen-Stössel
